Sachverständigenbüro B.Philipsen
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Milben-Gefahr im Hausstaub PDF Drucken E-Mail

In Deutschland leiden bereits 15 % der Bevölkerung unter allergischen Reaktionen hervorgerufen durch Milben meist Hausstaubmilben.

Milben sind mit bloßen Auge nicht sichtbare kleine Spinnentierchen, die praktisch in jedem Haushalt vorkommen.

Sie gedeihen am besten dort, wo es feucht und warm ist.

Ihre Ernährung besteht aus menschlichen Hautschuppen, Haaren und z.B. tierischen Federn. Pro Tag verliert  ein Mensch ca. 1 g Hautschuppen.  Daher  gedeihen Tausende von Milben am besten in Betten, also in der Matratze und im Bettzeug. Zu finden sind Hausstaubmilben außerdem in sog. „Staubfängern“ wie Teppichböden, Polstern,  Gardinen, Pflanzen, lange nicht gereinigten Kleidungsstücken oder auch in kuscheligen Stofftieren.

Verantwortlich für die Entstehung von  Allergien sind dabei nicht die Milben selbst, sondern der von ihren abgesonderte Milbenkot. Dieser wird mit der Luft umher gewirbelt und ruft an den Schleimhäuten der oberen und unteren Atemwege Reaktionen hervor. Verschiedene Symptome sind die Folge:

- Schwellungen der Schleimhäute im HNO-Bereich; gerötete z.T. auch tränende Augen; juckende und verstopfte Nase führt zu häufigen Niessanfällen,

-  Asthma-Symptome wie Husten, Schnupfen und erschwertes Atmen

-  möglich – besonders bei Kindern - auch das Auftreten von Neurodermitis und  Ekzemen.

Im Haushalt sind Milben wegen ihrer Widerstandsfähigkeit, ihrer Krallen und Widerhaken nur sehr schwer zu bekämpfen.  Als hilfreiche Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Milben wird empfohlen:

  • häufiges Saubermachen der Wohnung; Lüften der Wohnung zur Reduzierung der Luftfeuchtigkeit
  • gründliches Reinigen der Textilien (vor allem der Matratzen, Betten und Kopfkissen) und ggf. Austausch von belasteten Materialien
  • Einrichtung sollte „milbenfeindlich“ sein (z.B. Teppichböden im Schlafzimmer vermeiden)

Wirksamkeit von Milbensprays aus der Apotheke sind umstritten, empfehlenswert dagegen ein auf Niemöl basierendes Präparat, das den Hormonhaushalt der Milben stört

Staubsaugen unter Einsatz eines anti-allergenen HEPA-Filter-Saugers

Einsatz von Luftreinigungsgeräten mit eingebautem HEPA-Filter. Diese filtern Milbenausscheidungen, Pollen, Bakterien und Viren, Rauchpartikel, Asbest, Aerosole, diverse Stäube etc. aus der Luft. Das Aufstellen eines Luftreinigungsgerätes kann auch durch uns geschehen.

 
 
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